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ADLERWEG ÖTZTAL - VON ÖTZ BIS OBERGURGL

Wandern hat in Tirol einen Namen: Adlerweg. Es ist ein Weitwanderweg, der nicht nur das ganze Land durchmisst, sondern auch die charmante Geschichte eines Landes mit vielen Ecken und Kanten erzählt.

Der Adlerweg Ötztal führt von Ötz anfangs durch die Stubaier und dann durch Ötztaler Alpen in 9 Etappen bis nach Obergurgl.

Gesamtaufstieg: 5.700 Höhenmeter
 

1. ETAPPE:  Oetz (812 m) - Acherkogelbahn - Hochoetz (2.020 m) - Knappenweg - Dortmunder Hütte (1.949 m)
 

Mit der Gondelbahn kommt man auf über 2000 m Seehöhe und folgt Schildern mit der Aufschrift „Höhenwanderweg" beziehungsweise „Knappenweg". Es geht vorbei an der Kühtaile Alm und weiter hinunter zur Balbachalm. Dort wechselt man auf einen Steig und erreicht nach einem Weilchen den Eingang zum Wörgetal, wo ein Knappenhaus mit Pocherwerk rekonstruiert worden ist. Ab dem Eingang zum Mittertal orientiert man sich bereits an „Kühtai", an dessen Ortsrand die Dortmunder Hütte steht.

Schwierigkeit: rot, keine besonderen Schwierigkeiten
Gehzeit: 3,5 h (plus Bergfahrt Acherkogelbahn)
Höchster Punkt: 2.100 m
Höhenmeter Aufstieg: 350 Hm
Höhenmeter Abstieg: 400 Hm

Dortmunder Hütte:
(geöffnet von Anfang Juni bis Ende Oktober)
Tel: +43.5239.5202
www.dortmunderhuette.at

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 1,5 MB)
Kartenausschnitt: download (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

2. ETAPPE: Dortmunder Hütte (1.943 m) - Finstertaler Scharte (2.777 m) - Guben-Schweinfurter Hütte (2.028 m)
 
 
Von der Dortmunder Hütte am westlichen Rand des im Sommer ein bißchen verloren wirkenden Hoteldorfs Kühtai führt der Adlerweg auf die Guben-Schweinfurter Hütte in den Stubaier Alpen.
Start und Ziel dieser Etappe liegen auf etwa 2000 m, dennoch sind auf der ganzen Strecke rund 800 Höhenmeter bergauf und dann wieder bergab zu bewältigen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diese alpine Wanderung - vorbei am Speicher Finstertal mit seiner eindrucksvollen Staumauer und weiter auf die Finstertaler Scharte - vorausgesetzt. Jenseits der Scharte, des mit 2777 m höchsten Punktes auf dieser Etappe, geht es hinunter in das Weite Kar mit seinen Wiesenböden und dann - in kurzen Serpentinen - ziemlich steil abwärts zur längst sichtbaren Guben-Schweinfurter Hütte.

Schwierigkeit: rot, Trittsicherheit und Grundmaß an Schwindelfreiheit erforderlich
Gehzeit: 4 h
Höchster Punkt: 2.777 m
Höhenmeter Aufstieg: 850 Hm
Höhenmeter Abstieg: 800 Hm

Guben-Schweinfurter Hütte
(geöffnet von Mitte Juni bis Ende September)
Tel: +43.5255.500 29

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 1,5 MB)
Kartenausschnitt: download (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

3. ETAPPE: Guben-Schweinfurter Hütte (2.028 m) - Zwieselbachjoch (2.868 m) - Winnebachseehütte (2.361 m)
 

Von Anbeginn an orientiert man sich an „Winnebachseehütte", schreitet - zuerst auf Fahrwegen, später auf Steigen - durch das gesamte Zwieselbachtal langsam aufwärts. Ein Stück vor dem Joch verläuft die Route in unmittelbarer Nähe des Zwieselbachferners etwas mühsam durch ein wegloses Steinfeld. Mit dem Zwieselbachjoch ist auf 2868 m der höchste Punkt der Etappe erreicht. Jenseits geht es über Geröll recht steil abwärts, bevor man ins Winnebachkar kommt und gemächlich zur Hütte am kleinen See absteigt.

Schwierigkeit: rot, Ausdauer erforderlich; sonst keine besonderen Schwierigkeiten
Gehzeit: 4,25 h
Höchster Punkt: 2.868 m
Höhenmeter Aufstieg: 850 Hm
Höhenmeter Abstieg: 500 Hm

Winnebachseehütte:
(geöffnet von Ende Juni bis Ende September)
Tel: +43.5253.5197

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 2,2 MB)
Kartenausschnitt: download Teil 1, download Teil 2 (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

4. ETAPPE:  Winnebachseehütte (2.361 m) - Winnebach - Sulztalalm (1.898 m) - Amberger Hütte (2.136 m)
 

Kurz folgt man einem Steig in Richtung Gries, hält sich aber gleich darauf links und steigt nun durch das hintere Sulztal - vorbei an der Vorderen Sulztalalm - wieder auf 2135 m zur Amberger Hütte auf. Fast die ganze Strecke im Sulztal hat man den formschönen Schrankogel, den zweithöchsten Gipfel der Stubaier Alpen, im Blick. Die Amberger Hütte wurde 1888 erbaut und in den 30er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erweitert. Ein kleines Stück unterhalb der Hütte findet sich der „Schwefelsee", der von einer 18 Grad warmen Quelle gespeist wird.

Schwierigkeit: rot, etwas Ausdauer erforderlich; sonst keine besonderen Schwierigkeiten
Gehzeit: 3,5 Std.
Höchster Punkt: 2.300 m
Höhenmeter Aufstieg: 500 Hm
Höhenmeter Abstieg: 700 Hm

Amberger Hütte:
(geöffnet von Mitte Juni bis Anfang Oktober)
Tel: +43.5253.5605

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 1,8 MB)
Kartenausschnitt: download (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

5. ETAPPE: Amberger Hütte (2.136 m) - Atterkarjöchl (2.976 m) - Sölden (1.377 m)
    
  
Hochalpin und damit nur für geübte Bergsteiger empfehlenswert ist die Etappe von der Amberger Hütte hinunter nach Sölden.
Bei der Hütte orientiert man sich an „Atterkarjoch", folgt einem Steig am rechten Talrand in die Sulze, zweigt bei der ersten Gelegenheit rechts ab und steigt zuerst über Wiesen, dann Moränen und zum Schluß am Rand eines spaltenfreien Eisfelds zum Atterkarjöchl auf. Jenseits des Jochs ist die Markierung nicht leicht zu finden: Nach leichter Kraxelei folgt man einem schmalen Steig den steilen und schrofigen Grashang hinunter ins Atterkar. Weiter führt der Weg über grüne Böden an der Kaiserbergalm vorbei und danach steiler werdend ins Tal hinunter in den Ortsteil Kaisers und weiter ins Zentrum von Sölden. Wer nach einem Tag im Hochgebirge noch von Menschen gemachte Schönheit sehen will, der möge der gotischen Pfarrkirche Mariä Heimsuchung einen Besuch abstatten.

Schwierigkeit: schwarz, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Kondition erforderlich
Gehzeit: 7 Std.
Höchster Punkt: 2.976 m
Höhenmeter Aufstieg: 850 Hm
Höhenmeter Abstieg: 1.600 Hm

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 0,3 MB)
Kartenausschnitt: download Teil 1, download Teil 1(Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

6. ETAPPE: Sölden (1.377 m) - Restaurant Tiefenbach (2.790 m) (Busfahrt) - Breslauer Hütte (2.844 m)
 

Am Anfang geht es ein paar Schritte auf einem Fahrweg, später folgt man einem Steig gemächlich durch Kare, über Schotterreisen und mit Steinen übersäte Wiesen am Hang über dem Venter Tal nach Vent hinunter. Kurz vor Vent biegt man jedoch rechts auf einen Fahrweg zur Stableinalm ab und orientiert sich dort an „Breslauer Hütte". Die in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaute Hütte steht am Fuß des Ötztaler Urkund. Dahinter ragt der mit 3772 m höchste Berg in Nordtirol, die Wildspitze, auf.

Schwierigkeit: rot, Ausdauer erforderlich, sonst keine besonderen Schwierigkeiten
Gehzeit: 4,5 h
Höchster Punkt: 2844 m
Höhenmeter Aufstieg: 700 Hm
Höhenmeter Abstieg: 650 Hm

Breslauer Hütte:
(geöffnet von Mitte Juni bis Ende September)
Tel: +43.5254.8156

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 1,5 MB)
Kartenausschnitt: download Teil 1, download Teil 1(Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )
7. ETAPPE: Breslauer Hütte (2.844 m) - Vernagthütte (2.755 m) - Hochjoch-Hospiz (2.412 m) - Vent (1.900 m)
  
Ausdauer ist notwendig für die Wanderung von der Breslauer über die Vernagthütte und das Hochjochhospiz nach Vent hinunter. Abgesehen von einigen seilversicherten Stellen und mehr als 1200 Höhenmetern, die abwärts zu bewältigen sind, hat man auf dieser Etappe am Fuß von eindrucksvollen Dreitausendern keine besonderen Schwierigkeiten zu bewältigen.
Auf dem Seufertweg folgt man den Schildern zur Vernagthütte, nach der Rast geht man ein kurzes Stück zurück und folgt bei der ersten Steiggabelung den Wegweisern zum Hochjochhospiz. Von dort setzt man die Wanderung auf dem Cyprian-Granbichler-Weg fort und geht das Rofental hinaus nach Vent. Granbichler war der im Schneesturm umgekommene legendäre Bergkamerad des Alpenvereinsgründers Franz Senn, der in Vent als Kurat und Wirt lebte.

Schwierigkeit: rot, Ausdauer erforderlich, einige seilversicherte Stellen, aber dennoch keine besoneren Schwierigkeiten.
Gehzeit: 7 h
Höchster Punkt: 2.855 m
Höhenmeter Aufstieg: 300 Hm
Höhenmeter Abstieg: 1.250 Hm

Vernagthütte:
(geöffnet von Anfang Juli bis Mitte September)
Tel: +43.664.141 21 19
Hochjochhospiz:
(geöffnet von Ende Juni bis Ende September)
Tel: +43.664.540 25 74

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 1,4 MB)
Kartenausschnitt: download (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1,3 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

8. ETAPPE: Vent (1.900 m) - Ramoljoch (3.189 m) - Ramolhaus (3.006 m)
Der Aufstieg aus dem Bergsteigerdorf Vent hinauf zum Ramolhaus auf 3006 m ist nur Bergsteigern mit alpiner Erfahrung zu empfehlen.
Beim Hotel Vent orientiert man sich gleich am ersten Schild zum Ramolhaus und folgt dem Weg aufwärts, vorbei an der verfallenen Ramolalm, wo man eine wunderbare Aussicht auf die umgebende Bergwelt hat. Weiter geht es am Rand des Spiegelferners - zuletzt ziemlich steil und mühsam durch Schutt, Geröll und Blockwerk - auf den höchsten Punkt des Adlerweges, das Ramoljoch auf 3189 m. Jenseits folgt man der Markierung wieder durch Geröll und Blockwerk. Mit Hilfe von entweder einer langen oder mehrerer kleiner Leitern und Seilen steigt man auf den spaltenfreien Ramolferner ab und geht am rechten Rand des Gletschers weiter zum Ramolhaus oberhalb des riesigen Gurgler Ferners.

Schwierigkeit: schwarz, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und alpine Erfahrung erforderlich; Seil und Leitern in der Passage vom Ramoljoch zum Ramolferner; evtl. Grödel bzw. Leichtsteigeisen für den kurzen Abschnitt über den spaltenfreien, flachen Ramolferner notwendig
Gehzeit: 5 Std.
Höchster Punkt: 3.189 m
Höhenmeter Aufstieg: 1.300 Hm
Höhenmeter Abstieg: 200 Hm

Ramolhaus:
(geöffnet von Anfang Juli bis Mitte September)
Tel: +43.5256.6223

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 2,4 MB)
Kartenausschnitt: download (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 0,8 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )
9. ETAPPE: Ramolhaus (3.006 m) - Ramolweg - Obergurgl (1.907 m)
 
Aus der Dreitausenderregion wieder ins Tal führt die Etappe vom Ramolhaus nach Obergurgl. Vom Ramolhaus hat man den enormen Gurgler Ferner ganz im Blick. Auf diesem Gletscher ist 1931 der Schweizer Meteorologe Auguste Piccard nach 17-stündigem Flug mit einem Heißluftballon gelandet. Piccard war knapp 16 km aufgestiegen, um die Stratosphäre zu erforschen.
Vom Ramolhaus geht es zügig den Hang hinunter; man folgt dem Ramolweg, der oberhalb der Gurgler Ache verläuft, talauswärts. Man bleibt auf diesem Weg, auch wenn kurz nach der Kuppelehütte ein Schild auch nach links den Hang hinauf weist. In etwa auf gleicher Höhe findet sich der Beilstein, wo archäologische Grabungen erwiesen haben, dass der Mensch in dieser Region schon 4500 Jahre vor Chr. zugange war.

Schwierigkeit: schwarz, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Kondition erforderlich
Gehzeit: 3 Std.
Höchster Punkt: 3.006 m
Höhenmeter Abstieg: 1.100 Hm

Etappen-Beschreibung:  download (pdf, 1,9 MB)
Kartenausschnitt: download (Karte KOMPASS Verlag, pdf, 1 MB)
(Quelle: www.adlerweg.tirol.at )

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